Hitzefrei am Neckarsteig

Erst als die TSG-Wanderfreunde am zurückliegenden Sonntag bei ihrer Wanderung vom Neckarhäuserhof nach Ersheim die aufkommende Schwüle und Hitze des steinernen Meeres der großen Stadt hinter sich ließen und nach Überqueren des Neckars mit der Fähre die Kühle des nahegelegenen Waldes spürten, ging ein kollektives Aufatmen durch die 16-köpfige Gruppe.

16 Wanderer per Bahn auf dem Weg nach Ersheim.


Nichts war in diesem Moment wichtiger, als die schattenspenden Bäume des Bannwaldes, der die Wanderinnen und Wanderer regelrecht zum Wandern, fast bis an das Ziel in Ersheim, einlud. Auf der rechten Seite des Neckars stand die Hitzeglocke und drückte bereits am Vormittag mächtig gegen den im Schatten liegenden Neckarsteig, der sich einmal mehr als prächtiger Wanderweg zeigte.

Die nächsten 4,7 km im Schatten, welch eine Wohltat. Zügig ging die Wanderung los, so dass nach etwa 30 Minuten ein kurzer „Erfrischungstopp“ eingelegt wurde, der sich nach 1 ½ Stunden nochmals wiederholte, um nicht zu früh die Gastfreundschaft im Restaurant in Anspruch nehmen zu müssen. Am Wehr trennte sich die Gruppe von denjenigen, die die Ersheimer Kapelle besichtigten wollten, von denen die die Friedhofskapelle bereits kannten und geradewegs dem Lokal zusteuerten. Hier gesellte sich der Gauwanderwart des Turngaues Heidelberg, Herr Zettl hinzu, der sich die Zeit nahm, die Gruppe zur Kapelle und zum kulinarischen Stopp zu begleiten.

Dann plötzlich helle Aufregung. Gudrun war weg. Gerade war sie noch da. Viel Gerede und wenig Anhaltspunkte über ihren Verbleib. Herr Zettl, der mit dem Fahrrad gekommen war, schaltete sich ein und suchte mit. Als wenige Minuten später die „Vermisste“ wieder auftauchte, war auch dieses Kapitel Geschichte. Am Mittagstisch wurden dann zwei neue Mitwanderinnen Gudrun und Traute sowie Herr Zettl begrüßt, der es sich nicht nehmen ließ, für jeden ein Erfrischungsgetränk zu spendieren. Danke dafür. Außerdem ging er auf den Landeswandertag am 30.Sept. 2018 in Grafenhausen-Rothaus ein, wo noch Anmeldungen beim Abteilungsleiter Dieter Botz möglich sind. Am Nachmittag ging es dann bei drückender Schwüle noch in die Hirschhorner Altstadt. In Dossenheim endet schließlich ein Neun-Stunden-Wandertag. Aus gegebenem Anlass möchte die Wanderabteilung auf einen ausreichenden Zeckenschutz hinweisen und nach einem Aufenthalt im Freien auf Zeckeneinstiche bzw. Zecken zu achten.

Nächste Wanderung: 08. Juli 2018 Max-Planck-Institut zum Gossenbrunnen in Leimen.

Wanderung mit kulinarischem Stopp

"Wandern ist die vollkommenste Art der Fortbewegung wenn man das wahre Leben entdecken will. Es ist der Weg in die Freiheit.“, Elizabeth von Arnim. Genieße den Tag mit Freuden und Freunden. Start ist am 10.06.2018, 08.35 Uhr am Dossenheimer OEG-Bahnhof.

Um 09.25 Uhr geht es mit der S-Bahn nach Neckarhausen bei Neckargemünd. Nachdem die Fähre die Wandergruppe über den Neckar geschippert hat, beginnt die ca. 5km lange Wanderung flußaufwärts nach Ersheim. In der Goldenen Pfanne ist ein kulinarischer Stopp vorgesehen. Wenn die Zeit es erlaubt kann zuvor noch die Ersheimer Kapelle besichtigt werden. Am Nachmittag ist ein Besuch der Hirschhorner Altstadt mit Kaffeepause eingeplant.

"Bei Morgenluft und Lerchenschlag
hör´ ich den Wald sich regen.
Ich grüße dich, du junger Tag
und zieh´ dir frisch entgegen."

Bitte 10 Minuten vor Abfahrt am Treffpunkt sein.

Wanderung zur Perle des Odenwalds

"Des Sonntags in der Morgenstund, da wandert sich so schön, am Neckar, wenn rings im weiten Rund die Morgenglocken gehn." Ausgangspunkt des eigentlichen Wanderweges am 10.06.2018 ist der Neckarhäuserhof.

Er ist ein am südlichen Neckarufer gelegener Ortsteil von Mückenloch. Seit der Eingemeindung Mückenlochs 1975 gehört er zur Stadt Neckargemünd. Start der Wandertour ist der Dossenheimer OEG-Bahnhof um 08.35 Uhr. Die Linie 5 bringt die Wandergruppe zunächst zum HD-Hauptbahnhof. Danach wird mit der S1 Neckarhausen angefahren. Die Fähre, sie wird gemeinsam von den Städten Neckargemünd und Neckarsteinach betrieben, setzt die Wanderer über den Neckar zum Ausgangspunkt. Die schwimmende Brücke verkehrt täglich und ist ein historisches Denkmal, da sie eine der letzten ihrer Art auf dem Neckar ist. Entlang des linksseitig verlaufenen Neckars und des rechtsseitig angrenzenden Waldgebietes führt der ebene Wanderweg nach Ersheim. Die Gemeinde ist ein Stadtteil von Hirschhorn und die einzige Ortschaft Hessens am linken südlichen Neckarufer. Sie liegt auf etwa 133m Höhe. Die Wegstrecke ist etwa 5km. Ziel ist die dortige Gaststätte „Goldene Pfanne“, wo Mittagsrast eingeplant ist. Wenn es die Zeit erlaubt und gewünscht wird, kann die als Ersheimer Kapelle bekannte (1345 erstmals urkundlich erwähnt) katholische Friedhofskirche besichtigt werden.

Sie gilt als älteste Kirche des Neckartals, als Kleinod der regionalen Gotik und ist älter als die am anderen Neckarufer liegende Stadt Hirschhorn. Sie war bis zum 17.Jahrhundert die Pfarrkirche der Stadt, die nur mit einer Fähre zu erreichen war. Seit 1636 wird die Kirche lediglich noch als Friedhofskapelle genutzt.
Am Nachmittag ist noch kein kurzer Rundgang durch die Hirschhorner Altstadt mit Kaffeepause vorgesehen.

Eine Wandertour mit ungewöhnlichen Gegebenheiten

Viel Kopfzerbrechen machte dem Wanderausschuss die Wettervorhersage für den „höchsten Feiertag“ der Mütter, dem Muttertag. Sollten tatsächlich Starkregen, Hagel und Gewitter den Wandertag vermiesen, oder sogar ins Wasser fallen lassen?

Unsere tapferen Wanderer trotzten dem Regen.


Nein, nicht mit den TSG-Wanderfreunden. Früh am Sonntagmorgen (13. Mai 2018) versammelten sich 18 Wanderfreundinnen und Wanderfreunde am Dossenheimer OEG-Bahnhof, um diese Wanderung in die/der Pfalz anzugehen. Für die drei Männer bot sich eine Übermacht an Frauen. Konnte das gutgehen?

Doch nochmal zurück zum aktuellen Wetter: Dossenheim trocken und sonnig, Mannheim/Ludwigshafen leicht bewölkt, Neustadt/Weinstraße stark bewölkt und dann in Alsterweiler, pünktlich zu Beginn der Wanderung am Kapellenberg, leichter Regen. Schirme und Regenbekleidung waren angesagt.
Auf dem Pfälzer Weinsteig führte der Wanderweg nach St. Martin. Hier durfte die Wandergruppe einem Gottesdienst mit Abendmahl und zum Abschluss einem Lied zum Muttertag beiwohnen. Vor der Kirche erhielten die Frauen schließlich aus den Händen politischer Mitglieder noch eine Rose zu ihrem Ehrentag. Danach schlenderte die Gruppe durch den Ort und erreichte pünktlich die Gaststätte zur Mittagsrast.

Am Nachmittag, nachdem es mit dem Regen besser wurde, entschlossen sich die Wanderer den Weg nach Maikammer zu Fuß zurückzulegen. Hier war noch ein Nachmittagskaffee angesagt, bevor um 15.32 Uhr die Heimreise angetreten wurde, wobei sich zwei Wanderinnen auf dem Sonntagsmarkt bei ihrem Gemüseeinkauf zu lange verweilten und dadurch den Bus verpassten. Dank einer Mitfahrgelegenheit gelang es beiden dennoch am Mannheimer Hauptbahnhof den fahrplanmäßigen Zug nach Heidelberg zu erreichen und die Gruppe wiederzusehen.

Fazit: Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen, auch wenn es nur von Radieschen und Spargel ist.