Perfekter Saisonauftakt

Xenia Kölmel feierte mit der ersten Mannschaft einen perfekten Saisonstart. Foto: Bernd Bauer

07.10.2017
TSG Dossenheim – TSV Altshausen 6 : 2
TSG Dossenheim – TSG Söflingen 8 : 0

Zwie Spiele, zwei Siege: Die TSG Dossenheim ist perfekt in die neue Saison der Baden-Württemberg-Liga gestartet. Gegen den TSV Altshausen (6:2) und die TSG Söflingen (8:0) gab es für die Badmintoncracks klare Heimerfolge. „Wir haben unsere Pflicht souverän erfüllt“, freut sich Abteilungsleiter Konrad Schade. Gerade das 8:0 gegen die zuvor in zwei Spielen unbesiegten Söflinger macht Mut. Gegen Altshausen startete das gesamte Team noch etwas verhalten in die Partie. Spätestens die vier gewonnenen Einzel besiegelten aber den ersten Saisonsieg.

Im zweiten Spiel gegen Söflingen lief es dann von Beginn an runder. Die „Erste“ gab drei Sätze, aber keine Partie ab. Genauso wie Frederik Weil und Xenia Kölmel. Die beiden Spitzenspieler der TSG holten vier Siege aus vier Spielen und freuen sich auf die wichtigen wie schweren Auswärtsspiele in Waghäusel, Schorndorf und Feuerbach.

Saisonfazit: Dramatische Saison endet mit Abstieg

Das der ersten Mannschaft nicht gerade eine leichte Saison bevorstehen würde, dass war allen Beteiligten früh klar. Bereits im Sommer, vor Beginn der Regionalliga. Nach den Ausfällen von Karin Kieffer, Ersatzdame Nathalie König (beide schwanger) und dem Rückzug von Stefanie Arns verletzte sich auch noch Neuzugang Melina Wild schwer. Xenia Kölmel wechselte erst zur Rückrunde nach Dossenheim – also stand das Team ohne Dame und in der Hinrunde noch dazu ohne Punktegarant Konrad Schade da. Zudem benötigten die Herren wie in den Vorjahren ein bisschen Anlaufzeit, um so richtig auf Touren zu kommen.

Und so ging der Auftakt in Neusatz verloren (2:6). Die nächsten beiden verlorenen Partien waren noch verkraftbar. Als dann aber auch nach den Heimspielen drei und vier das Punktekonto immer noch bei null stand, war ersichtlich, dass der Klassenerhalt diese Saison eine ganz enge Kiste wird. Dennoch war selbst nach der 3:5-Niederlage zum Vorrundenabschluss beim direkten Konkurrenten Augsburg die Zuversicht groß. Schließlich hatte die „Erste“ mit einer starken Rückrunde in der Vergangenheit schon häufiger das Saisonziel noch gerettet.

Diesmal war aber alles anders. Ja es wurde besser. Ja, die erste Mannschaft durfte auch endlich über einen Saisonsieg jubeln (6:2 in Tübingen). Ja, die Chance auf den Klassenerhalt war greifbar, bis zum letzten Spieltag. Bis zum letzten Spiel gegen die TSG Augsburg. Bis zum letzten Spiel, dem abschließenden Mixed beim Stand von 4:3. Bis zum letzten Ballwechsel. Bis zur 16:13-Führung von Alexander Zimmermann und Silke Schneider. Bis zu eben jenem Moment, in dem sich Zimmermann schwer am Knie verletzte, das Spiel kampflos abgegeben werden musste, die Partie somit 4:4 unentschieden ausging und der Abstieg der „Ersten“ besiegelt war. Das bittere Ende einer Saison voller Pech mit Krankheiten, Verletzungen und unglücklichen wie knappen Niederlagen.

Nein, es hat diesmal also nicht gereicht. Trotz der Rückkehr von Konrad Schade. Trotz Neuzugang Xenia Kölmel, die in der Rückrunde voll überzeugte. Trotz der Unterstützung der anderen Teams, die in der gesamten Saison immer wieder Spieler nach oben abstellen mussten. Nun tritt die „Erste“ in der nächsten Saison in der Baden-Württemberg-Liga an. Das Ziel ist klar: Sofortiger Wiederaufstieg. Doch bereits jetzt ist klar, dass das alles andere als ein Selbstläufer wird. Auch, weil zum Beispiel die zweite Mannschaft der SG Schorndorf mit aller Macht die Meisterschaft anpeilt.

Bitteres Ende: „Erste“ muss Abstieg aus Regionalliga hinnehmen

Punktete im Doppel und Mixed: Silke Schneider.

04/05.03.2017

TSG Dossenheim – TSV Neuhausen-Nymphenburg II 3 : 5

TSG Dossenheim – TSG Augsburg 4 : 4

Es war ein trauriger, symptomatischer Abschluss der „Ersten“ in der Badminton-Regionalliga. Die Saison endete am selben Ort, an dem sie auch begonnen hatte: In der Notaufnahme. Mit derselben Diagnose: Schwere Knieverletzung. War es vor Rundenbeginn Neuzugang Melina Wild, so erwischte es diesmal Alexander Zimmermann. Sein Ausscheiden im abschließenden Mixed am Sonntag besiegelte das 4:4-Remis gegen die TSG Augsburg – und damit auch den Abstieg aus der Badminton-Regionalliga. „Wir sind natürlich alle geschockt und super enttäuscht“, gibt Nils Feldmeyer zu. „Die Saison war wie verhext. Nicht zu fassen, was wir an Krankheiten, Verletzungen und knappen Niederlagen angehäuft haben“, sagt der TSG-Kapitän. Feldmeyer selbst war im Abschlusstraining vor dem Spieltag umgeknickt und so zum Coachen, Zuschauen und Mitfiebern verdonnert. So musste er von außen das 3:5 gegen Spitzenreiter TSV Neuhausen-Nymphenburg II miterleben. Wieder eine unglückliche Niederlage. Wieder 3:5. Wieder ganz eng. Und wieder waren wie so oft schon die Doppel der Knackpunkt – sowohl das Damendoppel als auch das erste Herrendoppel gingen knapp in drei Sätzen verloren. Schon am Samstag schien für die „Erste“ nach der Niederlage gegen Spitzenreiter TSV Neuhausen-Nyphenburg II die letzte Hoffnung auf den Klassenerhalt gestorben zu sein. So schien schon am Samstagabend die letzte Chance auf den Klassenerhalt vergeben. 

Sonntagmorgen gab es aber nochmal neue Hoffnung: Die Neuhausener hatten tags zuvor einen nicht einsatzberechtigten Spieler aufgeboten, das Spiel könnte im Nachhinein noch als Dossenheimer Sieg gewertet werden. Also sollte die Partie gegen die TSG Augsburg doch noch wie erhofft das Finale um den Klassenerhalt werden. Und diesmal startete die „Erste“ auch stark, ging mit 3:1 in Führung. Auch Xenia Kölmel war in ihrem Dameneinzel nach gewonnenem ersten Satz auf Siegkurs, brachte das Spiel aber nicht mehr ganz durch. Nach Niederlagen im ersten Herreneinzel und Sieg im dritten Herreneinzel ging es beim Stand von 4:3 im abschließenden Mixed um alles. Wer hier den Sieg erringen würde, dürfte sich über den siebten Platz und die Chance auf den Klassenerhalt (über eine mögliche Relegationsrunde) freuen. Alexander Zimmermann und Silke Schneider fanden super ins Spiel, führten mit 16:13. Das 5:3 lag in der Luft – bis zu eben jenem Moment, in dem sich Zimmermann schwer am Knie verletzte, das Spiel kampflos abgegeben werden musste, die Partie somit 4:4 unentschieden ausging und der Abstieg der „Ersten“ besiegelt war. Das bittere Ende einer Saison voller Pech mit Krankheiten, Verletzungen und unglücklichen wie knappen Niederlagen. Nun tritt die „Erste“ in der nächsten Saison in der Baden-Württemberg-Liga mit dem Ziel an, den sofortigen Wiederaufstieg zu erreichen.

 

Erster Saisonsieg hält Hoffnung auf Klassenerhalt am Leben

Leitete in Metzingen mit zwei Punkten die Aufholjagd ein: Christian Beutel. Foto: Bernd Bauer.

11/12.02.2017

BC Offenburg – TSG Dossenheim 5 : 3

SG Metzingen/Tübingen – TSG Dossenheim 2 : 6

Sonntag, zweieinhalb Minuten vor zwölf. Gemeint ist die Uhrzeit. Aber auch im übertragenen Sinne die Lage für die TSG Dossenheim in der Badminton-Regionalliga. Die „Erste“ liegt in Metzingen mit 0:2 zurück. Das Damendoppel ist in der Verlängerung (21:23), das erste Herrendoppel nicht weniger knapp (19:21) und die Partie am Vortag mit 3:5 in Offenburg verloren gegangen. Verdammt eng. Verdammt unglücklich. Wieder einmal. Die TSG Augsburg ist zur selben Zeit auf dem besten Weg, den Heimsieg über Neubiberg-Ottobrunn zu sichern und ihren Vorsprung auf fünf Punkte auszubauen. Bei noch zwei ausstehenden Spielen. Unaufholbar. Mit anderen Worten: Die „Erste“ ist auf dem besten Weg, als Absteiger festzustehen. Nach sieben Jahren in der Regionalliga. 

Zweieinhalb Minuten vor zwölf spielt sich Christian Beutel gerade mit Frederik Weil fürs zweite Herrendoppel ein und denkt sich: „Das geht hier genau so weiter wie gestern. Wie eigentlich schon die ganze Saison. Wir haben einfach null Komma null Glück.“ 

Genau in dieser scheinbar hoffnungslosen Situation gelingt den Dossenheimern plötzlich die Wende: Beutel und Weil lassen ihren Gegnern keine Chance – und leiten somit die Aufholjagd ein. Danach ringt Xenia Kölmel Stefanie Matt in drei Sätzen nieder. „Das war ein richtiger Marathon“, sagt Beutel und fügt hinzu: „Steffi Matt war platt. Und wenn dieses Laufwunder mal platt ist, dann weiß man, das es ein langes Spiel gewesen sein muss.“ Der Ausgleich war hergestellt, bei 2:2 alles wieder offen – und dann gelang es Frederik Weil, Nils Feldmeyer und Christian Beutel tatsächlich, alle drei Herreneinzel zu gewinnen. Nils Feldmeyer und Silke Schneider holten im dritten Satz das Mixed und sicherten so den 6:2-Auswärtssieg. Den allerersten der Saison. Überlebenswichtig. „Da haben wir uns gerade nochmal so Luft verschafft“, weiß auch Beutel und atmet wie zum Beweis einmal tief durch.

Es war ein echter Befreiungsschlag nach all den Rückschlägen der Saison. Nach der erneut mehr als unglücklichen Niederlage am Vortag in Offenburg. „Das war ein unglaublich enges und intensives Spiel“, erinnert sich Beutel, der erneuet an einem der Schlüsselmomente beteiligt war. Zusammen mit Weil hatte er im Doppel bei 20:19 im dritten Satz Machtball. „Den muss man einfach auch mal dreckig reinmachen – aber das hat leider nicht geklappt.“ Stattdessen drehten die Offenburger noch das Spiel, gewannen auch das zweite Herrendoppel und gingen so in Führung. Silke Schneider und Xenia Kölmel konnten mit einer hervorragenden Leistung auf 1:2 verkürzen. „Das war ein richtig Klasse-Doppel. Silke war der Ruhepol, hat viel am Netz abgelegt und mit unglaublicher Übersicht agiert. Xenia war sehr lauf- und angriffsstark, auch im Einzel gegen Madita Sickinger “, lobte Beutel. Frederik Weil sorgte im ersten Herreneinzel gegen Lukas Burger für den dritten Punkt. „Freddi ist am Wochenende komplett heiß gelaufen. Unfassbar, wie der aufgespielt hat“ war Beutel beeindruckt. „Im zweiten Satz stand es 18:3 – aber nicht, weil Lukas abgeschenkt hat, sondern weil Freddi einfach jeder Schlag perfekt gelungen ist.“ Danach gaben allerdings die Offenburger wieder den Ton an. Silke Schneider und Alexander Zimmermann im Mixed, Nils Feldmeyer im dritten und Konrad Schade trotz Satzgewinn im zweiten Herreneinzel blieben ohne echte Siegchance. Wie so oft fehlte ein Spiel mehr auf der Habenseite für einen Punktgewinn. 

Doch dank der zwei Zähler in Metzingen bleibt vor den letzten beiden Spielen der Abstand auf den Konkurrenten TSG Augsburg bei drei Punkten – und unter folgenden Bedingungen aufholbar: Die „Erste“ muss zunächst Tabellenführer Neuhausen-Nymphenburg schlagen, auf einen Augsburger Punktverlust in Neusatz hoffen – um im direkten Abstiegsduell mit einem Sieg doch noch an den Fuggerstädtern vorbeizuziehen. „Das wird eine ganz enge Nummer“, weiß auch Beutel, verspricht aber gleichzeitig: „Wir werden alles raushauen – am Ende kackt die Ente.“

 

Erneuter Rückschlag für die „Erste“

Holte gegen Neubiberg zwei Punkte: Xenia Kölmel. Bild: Bernd Bauer.

21/22.01.2017

TSV Neubiberg-Ottobrunn II – TSG Dossenheim 5 : 3

TuS Geretsried – TSG Dossenheim 6 : 2

So langsam gehen der „Ersten“ die Spiele aus für eine Aufholjagd in der Badminton-Regionalliga. Nach den beiden erneuten Niederlagen in Neubiberg-Ottobrunn (3:5) und Geretsried (2:6) schwindet die Hoffnung auf den Klassenerhalt. Somit verbleibt die TSG mit einem Punkt auf dem achten und letzten Tabellenplatz. „Das Wochenende war eine Riesen-Enttäuschung“, gibt auch Kapitän Nils Feldmeyer zu. „Dabei hatten wir uns so viel vorgenommen.“ Und viel ausprobiert. Neuzugang Xenia Kölmel wurde zum zweiten Mal eingesetzt, Sven Jacobs rückte aus der zweiten Mannschaft nach, um den krankheitsbedingt ausfallenden Alexander Zimmermann zu ersetzen. Vera Falkenstein und Sabrina Mathies kamen ebenfalls ins Team, da Melina Wild nach wie vor verletzungsbedingt ausfällt. Und erstmals in dieser Saison schlug auch die langjährige Nummer eins Konrad Schade für die TSG auf. Der TSV Neubiberg-Ottobrunn trat mit seiner Stammbesetzung auf – und erwischte den weit besseren Start. Durch Erkältungen geplagt konnten die Dossenheimer Doppel nicht überzeugen und mussten allesamt abgegeben werden. Die erst 15-jährige Xenia Kölmel im Damen- und Frederik Weil im ersten Herreneinzel sorgten mit ihren Siegen jedoch für den Anschluss und neue Hoffnung. Dem aus Asien zurückgereisten Konrad Schade war etwas die fehlende Spielpraxis anzumerken. Er musste sich dem starkem Auftritt des dänischen

Martin Baatz Olsen im zweiten Herreneinzel beugen. In einem sehr spannenden dritten Herreneinzel unterlag Sven Jacobs Andreas Fuchs. Die Dossenheimer Niederlage war somit besiegelt, der souverän geholte Abschlusspunkt von Christian Beutel und Xenia Kölmel im Mixed führte zu einem 3:5-Endergebnis. Ein bitteres Resultat, hatte man sich doch eigentlich vorgenommen, den Tabellensechsten Neubiberg in Reichweite zu halten.

Gestärkt durch traditionelle bayerische Hausmannskost am Vorabend trat die „Erste“ am Sonntag beim TuS Geretsried an. Sowohl Frederik Weil mit Christian Beutel als auch Nils Feldmeyer mit Konrad Schade trumpften im Herrendoppel auf und sorgten zum ersten Mal überhaupt in der Saison für einen unerwarteten 2:0-Vorsprung. War da beim Tabellenzweiten etwa eine Überraschung drin? Leider nein – so die kurze und bittere Antwort. Im weiteren Verlauf konnte das Team leider nicht an den Blitzstart anknüpfen. Die Geretsrieder waren in den entscheidenden Momenten einfach abgezockter im Kopf, sicherer am Schläger und auch fitter auf den Beinen. Die Dossenheimer kämpften bis zum letzten Ballwechsel, konnten aber nicht verhindern, dass ein Spiel nach dem anderen an die Bayern ging. Als Endergebnis stand ein 2:6. 

Langsam aber sicher muss sich die „Erste“ ernsthaft mit dem Abstieg in die BW-Liga beschäftigen – nach acht Jahren in der dritthöchsten Spielklasse Deutschlands. Realistisch gesehen ist bei noch vier ausstehenden Partien nur noch Platz sieben drin – inklusive direktem Duell gegen die TSG Augsburg. Gelingt es den Dossenheimern, die drei Punkte Rückstand noch aufzuholen, winkt wohl über die Relegation doch noch die Chance auf den Klassenverbleib. Ein weiter Weg. Aber immerhin ein Weg.

 

2:6 – Tabellenzweiter Neusatz beim Rückrundenauftakt zu stark

Im zweiten Herrendoppel zurzeit eine Bank: Christian Beutel (vorne) und Frederik Weil.

17.12.2016

TSG Dossenheim – BSpfr. Neusatz 2 : 6

Wer sich mit der diesjährigen Regionalliga-Saison der „Ersten“ beschäftigt, fühlt sich unweigerlich an den Filmklassiker „Und täglich grüßt das Murmeltier“ erinnert. Nur statt des Schauspielers Bill Murray sind es die Badmintonspieler der TSG Dossenheim, die in einer Zeitschleife festsitzen und Spieltag für Spieltag immer wieder dasselbe Unglück erleben. Sie spielen gut mit, besitzen gegen jedes Team Chancen zu punkten – und stehen am Ende (fast) immer mit leeren Händen da. So auch beim ersten Rückrundenspiel gegen die Badmintonsportfreunde Neusatz.

Dabei sah es gegen den starken Aufsteiger aus dem Nordschwarzwald zunächst gut aus. Nils Feldmeyer und Alexander Zimmermann zeigten im ersten Herrendoppel ihre wohl beste Saisonleistung, beherrschten Sebastian Roth und Raul Kästner im ersten Satz (21:10), führten über weite Teile des zweiten Satz – und brachten das Spiel doch nicht durch (18:21, 18:21). „Wir haben super angefangen, hinten raus aber leider zu viele Fehler gemacht“, war Nils Feldmeyer nach dem Spiel enttäuscht. Weil das Damendoppel mit Lana Schneider und Vera Falkenstein trotzt ansprechender Leistung verlor, war klar, dass die „Erste“ nach den Doppeln erneut einem Rückstand hinterherrennen musste. Frederik Weil und Christian Beutel behielten in einem wahren Krimi im zweiten Herrendoppel die Nerven, gewannen mit 22:20 im dritten Satz und bewahrten so die Hoffnung auf einen Punktgewinn.

Doch gerade in den Spitzenpositionen sind die Neusätzer (zu) stark besetzt. Im ersten Herreneinzel zeigte Frederik Weil gegen Raul Kästner eine starke Leistung. Aber der estnische Meister und EM-Teilnehmer war noch eine Spur flinker, sicherer und zwingender (20:22, 15:21). Neuzugang Xenia Kölmel begeisterte bei ihrem ersten Auftritt für die TSG Dossenheim mit mutigem und cleverem Spiel. Ihre Gegnerin Mette Stahlberg, Ex-Mitglied der Jugend-Nationalmannschaft mit Bundesliga-Erfahrung, war mächtig gefordert, behielt aber die Oberhand (17:21, 16:21). Im Mixed mit Alexander Zimmermann gelang der 15-jährigen Kölmel ein Satz- (21:17, 14:21, 13:21), aber (noch) kein Punktgewinn. Weil vorher Kapitän Nils Feldmeyer in seinem Einzel nicht zu seinem Spiel stand, war die Dossenheimer Niederlage besiegelt. Daran konnte auch der souveräne Sieg von Christian Beutel im dritten Herreneinzel (21:12, 21:15) zum 2:6-Endstand nichts mehr ändern. Beutel hat seine vergangenen sechs Spiele allesamt gewonnen. So makellos muss die Bilanz der „Ersten“ aus den nun noch sechs verbleibenden Saisonspielen nicht ausfallen. Aber das Team muss jetzt Siege einfahren. Vielleicht ist es nicht verkehrt, dass der Spielplan den Dossenheimern über den Jahreswechsel eine einmonatige Pause bereitet. Aber beim dann folgenden Abstiegsduell in Neubiberg-Ottobrunn (21. Januar) wäre alles andere als ein Sieg ein weiterer schwerer Rückschlag. Im Kampf um den Klassenerhalt soll neben der neuen Dame Kölmel, die trotz Niederlage einen starken Eindruck hinterließ, Rückkehrer Konrad Schade die Wende herbeiführen. Als Vorbild könnte dabei ausgerechnet Bill Murray dienen. Denn in „Und täglich grüßt das Murmeltier“ endet irgendwann die Zeitschleife – mit einem glücklichen Ende.

TSG Dossenheim bleibt sieglos – und doch guter Dinge

Blieb an diesem Wochenende ungeschlagen: Christian Beutel.

26./27.11.2016

TSV Neuhausen-Nymphenburg II – TSG Dossenheim 4 : 4

TSG Augsburg – TSG Dossenheim 5 : 3

Vielleicht sollte die erste Mannschaft der TSG Dossenheim einfach nur froh sein. Froh sein, dass sie die Hinrunde in der Badminton-Regionalliga beendet haben. Ohne einen einzigen Sieg. Mit nur einem Punkt. Als Tabellenletzter. So stellt sich die Lage dar, nachdem auch der letzte Hinrundenspieltag in Neuhausen-Nymphenburg (4:4) und Augsburg (3:5) unglücklich verlaufen. „Bei uns ist einfach eine Menge schief gegangen“, räumt Nils Feldmeyer ein. Der Mannschaftskapitän führt aus: „Das ging in der Vorbereitung los mit vielen Verletzungen und Ausfällen, allen voran auf der Damenseite. Und es hat sich bis zum vergangenen Wochenende fortgesetzt.“

Nach einem Todesfall in der Familie der eigentlich vorgesehenen Spielerin sprang spontan Silke Schneider als Ersatz ein. So kam es gegen den ungeschlagenen TSV Neuhausen-Nymphenburg II im Damendoppel zu der fast schon historischen Konstellation, dass Mutter Silke und Tochter Lana Schneider zusammen auf dem Feld standen. Und die beiden machten ihre Sache gut, auch wenn sie in zwei Sätzen (17:21, 14:21) verloren. Nils Feldmeyer und Alexander Zimmermann unterlagen im ersten Herrendoppel ebenfalls, aber Frederik Weil und Christian Beutel hielten ihr Team durch einen Sieg im zweiten Herrendoppel im Spiel. Weil und Beutel behielten auch in ihren Einzeln mit starken Leistungen die Oberhand, plötzlich war die Chance auf ein Punkt da da – und die „Erste“ griff endlich auch einmal zu.

Auch, weil Silke Schneider ihr Einzel souverän gewann. „Da sieht man mal, was so ein Damenpunkt bewirken kann“, sagt Feldmeyer und hofft, das dieser Fall in der Rückrunde häufiger eintritt. Dafür soll vor allem Neuzugang Xenia Kölmel sorgen. Die ist zwar erst 14 Jahre alt, gehört aber zur erweiterten Deutschen Spitze ihrer Altersklasse – und hat in der Hinrunde der Baden-Württemberg-Liga kein Einzel verloren.

Verstärkung wie sie und Rückkehrer Konrad Schade haben die Dossenheimer dringend nötig. Als letzter Beweis diente nach dem unverhofftes 4:4-Remis beim Tabellenführer Neuhausen-Nymphenburg II die 3:5-Niederlage beim Abstiegskonkurrenten TSG Augsburg. Die Siege von Feldmeyer und dem an diesem Wochenende ungeschlagenen Christian Beutel im Einzel sowie im Doppel mit Frederik Weil waren nicht genug. Auch der Einsatz der Damen aus der zweiten Mannschaft – neben Silke Schneider lief diesmal Simone Fulle auf – brachte keine Damenpunkte ein. Das Damendoppel und vor allem das -einzel von Schneider gingen knapp in drei Sätzen verloren. „Diese Niederlage tut richtig weh, wir alle waren nach dem Spiel geknickt“ gibt Feldmeyer zu. „Wir hatten schon aus dem Spiel der Augsburger am Vortag gesehen, dass sie genau dort stark sind, wo wir punkten wollen. Leider hat sich das dann bewahrheitet und leider ist es uns auch knapp nicht gelungen, mit den Damen zu punkten“, analysierte der Dossenheimer Mannschaftsführer. Doch das Stimmungstief schlug bei ihm schnell in Zuversicht um: „Es mag als siegloser Letzter etwas verrückt klingen, aber wir gehen positiv und mit wenig Sorgen in die Rückrunde.“ Zweckoptimismus oder (gespielte) Gelassenheit? Wie auch immer – für den Klassenerhalt scheint jedes Mittel recht.

 

Auch gegen Offenburg und Metzingen keine Punkte

Zeigte zwei starker Auftritte im Einzel: Nils Feldmeyer.
29/30.10.2016
 
TSG Dossenheim – BC Offenburg 2 : 6
TSG Dossenheim – SG Metzingen/Tübingen 1 : 7
 
Es bleibt dabei: Auch nach fünf Spielen steht die „Erste“ in der Regionalliga-Saison 2016/17 ohne Punkte da. Gegen den BC Offenburg gab es zum vierten Mal das bisherige Standardergebnis der Saison: Eine 2:6-Niederlage. Weder das erste Herrendoppel mit Nils Feldmeyer und Alexander Zimmermann noch das zuletzt so starke zweite Herrendoppel mit Christian Beutel und Frederik Weil kamen gegen die starken Offenburger Herren ins Spiel. Weil auch Lana Schneider und Verena Lauber im Damendoppel keine Überraschung gelang, gerieten die Dossenheimer schnell auf die Verliererstraße – und verließen diese nicht mehr. Da halfen auch die starken Siege im Herreneinzel durch Frederik Weil und Nils Feldmeyer nichts mehr. Auch Alexander Zimmermann und Verena Lauber waren im Mixed erneut knapp dran zu punkten, verloren aber erneut in drei Sätzen.
 
Auf dem Papier noch härter fiel das 1:7 gegen die SG Metzingen/Tübingen aus. „Hier hatten wir uns eigentlich gute Chancen auf ein Remis oder sogar einen Sieg ausgerechnet und waren zu Beginn auch auf einem guten Weg“, sagte Nils Feldmeyer und spielte auf die Satzführungen in beiden Herrendoppeln an. Doch weder der TSG-Kapitän mit Alexander Zimmermann noch das zuletzt so starke zweite Herrendoppel mit Christian Beutel und Frederik Weil brachten ihr Spiel durch. Beide Paarungen mussten sich in drei Sätzen geschlagen geben. Gegen die starke britische Auswahlspielerin Ellen Mahenthralingam war weder im Damendoppel noch im -einzel etwas auszurichten. Die Niederlage von Frederik Weil im ersten Herreneinzel war gleichbedeutend mit dem fünften Punkt für Metzingen – und damit auch die Partie entschieden. Der mit einem enormen Spieltempo auftretende Nils Feldmeyer holte im zweiten Herreneinzel den Ehrenpunkt für sein Team – und war dennoch erkennbar gefrustet: „Es ist einfach ätzend, schon wieder mit leeren Händen dazustehen“, gibt er offen zu.
 
In der Rückrunde will die „Erste“ mit einer neuen Dame und Rückkehrer Konrad Schade eine erfolgreiche Aufholjagd starten. Damit die Ausgangslage dafür nicht fast schon hoffnungslos ist, gilt beim Hinrundenabschluss Ende November in Augsburg das Motto „Verlieren verboten“.
 

TSG bleibt auch nach Heimauftakt weiter punktlos

In zweiten Herrendoppel mit zwei souveränen Siegen: Christian Beutel (vorne) und Frederik Weil.

15/16.10.2016
TSG Dossenheim – TSV Neubiberg-Ottobrunn II 2:6
TSG Dossenheim –  TuS Geretsried 2:6

Der Volksmund warnt ja immer vor dem verflixten siebten Jahr, in dem Ehen unter keinem guten Stern stehen. Das hat die TSG Dossenheim in ihrer Liaison mit der Badminton-Regionalliga im vergangenen Jahr mit dem dritten Platz erfolgreich hinter sich gebracht. Aber spätestens nach den beiden 2:6-Niederlagen gegen den TSV Neubiberg-Ottobrunn II und die TuS Geretsried scheint klar: Das achte Jahr könnte eine verspätete Beziehungskrise mit sich bringen. Ironischerweise auch, weil es um die privaten Beziehungen der Dossenheimer Damen bestens bestellt ist.  Ersatzdame Nathalie Tropf ist vor zehn Tagen Mutter geworden, Mixed-Spezialistin Karin Kieffer hochschwanger. Weil Neuzugang Melina Wild am Knie operiert wurde und die langjährige Spitzenspielerin Stefanie Arns ebenso nicht zur Verfügung steht, hat die TSG große Damenprobleme.

Das weiß niemand besser als Nils Feldmeyer. Der Mannschaftskapitän ist ehrlich: „Unsere Ausgangslage war und ist schwierig.“ Feldmeyer sagt aber auch: „Dennoch haben wir uns am Wochenende gut präsentiert. Mit etwas Glück wäre auch an beiden Tagen ein Unentschieden drin gewesen.“ Dazu hätte es aber neben dem zweimal siegreichen zweiten Herrendoppel mit dem starken Frederik Weil und Christian Beutel weitere Punktegaranten und an beiden Tagen mehr als jeweils ein gewonnenes Herreneinzel benötigt. Also Schluss mit dem Konjunktiv, zurück in die Realität.

Die ist der Jahreszeit entsprechend trüb. Oder in Zahlen ausgedrückt: Drei Spiele, null Punkte, letzter Tabellenplatz. Vor allem die Niederlage gegen Abstiegskonkurrent Neubiberg-Ottobrunn schmerzt. Vera Falkenstein und Jurate Huck machten ihre Sache gut und wehrten sich am Sonntag gegen ihre Gegnerinnen aus Geretsried nach Kräften. Am Samstag gegen Neubiberg-Ottobrunn kam die dritte Ersatzdame Verena Lauber im Mixed mit Alexander Zimmermann sogar zu einem Satzgewinn.

Insgesamt ist das Spieltempo für sie aber zu hoch. Weil die Herren gutes, aber kein herausragendes Regionalliga-Niveau haben, müssen die Dossenheimer nach zuletzt drei dritten Plätzen in den Vorjahren diese Saison ihre Ziele herunterschrauben. Klassenerhalt statt Titelrennen, unteres statt oberes Tabellendrittel: Ohne Frage, die TSG steckt in einer schwierigeren Situation. Der schwierigsten seit dem Aufstieg 2009 in die dritthöchste Spielklasse Deutschlands. Aber die Lage ist nicht aussichtslos. Im Gegenteil.

Die Abstiegskonkurrenten sind in der Tabelle noch nicht weit enteilt. In der Rückrunde kehrt die Dossenheimer Nummer eins Konrad Schade in den Spielbetrieb zurück – und auch eine Nachverpflichtung auf der Damenseite ist bereits fix. „Das macht Hoffnung“, sagt Feldmeyer und fügt hinzu: „Wir geben nicht auf. Auch in den vergangenen Jahren haben wir immer erst Anlauf genommen, um in die Saison zu finden“. Doch der Kapitän weiß auch: Ganz bei null anfangen sollte die Aufholjagd im neuen Jahr nicht. Auch aus den vier noch verbliebenen Hinrunden-Spielen müssen Punkte her – am besten gleich in zwei Wochen beim erneuten Heimspiel gegen Offenburg und Metzingen/Tübingen.

„Erste“ verliert Auftaktspiel in Neusatz

Zeigte auch in der Regionalliga seine Klasse: Béla Arndt.
Zeigte auch in der Regionalliga seine Klasse: Béla Arndt.

24.09.2016
BSpfr. Neusatz – TSG Dossenheim 6 : 2

Schade, das war nichts. Zum Saisonauftakt unterlag die „Erste“ mit 2:6 beim starken Aufsteiger aus  Neusatz. „Das Ergebnis geht so in Ordnung, ist aber dennoch sehr schade für uns“, sagt Nils Feldmeyer. Der Mannschaftskapitän ist der festen Überzeugung, „dass da mehr drin gewesen wäre.“, Zwar endeten bis auf das zweite Herrendoppel alle Partien nach zwei Sätzen – ein paar enge Dinger waren aber allemal dabei.

Alexander Zimmermann und Nils Feldmeyer fanden in das erste Herrendoppel super herein und dominierten sogar zu Beginn. Dann drehte jedoch vor allem Kristjan Kaljurand regelrecht auf und riss zusammen mit Sebastian Roth die Partie an sich. Letztendlich sollte die stärkere Aufschlagannahme der Neusätzer das Spiel entscheiden. Im zweiten Herrendoppel kam mit Béla Arndt ein Spieler aus dem Dossenheimer Badenliga-Team zum Einsatz – und machte seine Sache richtig gut. Christian Beutel und er gewannn den ersten Satz im zweiten Herrendoppel mit 21:12, mussten sich dann aber doch der sehr eingespielten Paarung Thomas Schlossarek und Patrick Röhrnbacher in drei Sätzen geschlagen geben. Im Damendoppel wurden Lana Schneider und Andrea Zimmermann eingesetzt, damit Neuzugang Melina Wild im Einzel und Mixed spielen konnte. Die beiden Ersatzdamen schlugen sich mehr als achtbar (12:21, 15:21), hatten sie neben Melanie Eisele doch mit Mette Stahlberg eine Ex-Bundesligaspielerin als Gegenüber.

Melina Wild kämpfte im Dameneinzel gegen Melanie Eisele verbissen und konnte vor allem den ersten Durchgang ausgeglichen gestalten (18:21). Allerdings war auch klar ihr Handicap, das verletzte Knie, erkennbar. Gerade die Laufwege und der Ausfallschritt ans Netz fielen ihr schwer. Dennoch schlug sie sich auch im Mixed an der Seite von Alexander Zimmermann gegen das starke Neusätzer Mixed Kaljurand/Willenbacher achtbar, verlor aber dennoch in zwei Sätzen. Wild hat einen Anriss der Patellasehne, der zunächst konservativ, nun aber doch operativ behandelt wird. Sie wird mindestens für den Rest der Hinrunde ausfallen.

Bleiben noch die Herreneinzel. Weil Konrad Schade und Frederik Weil nicht spielten, trat Nils Feldmeyer erstmals im ersten Einzel ran. Leider war Nils Fehlerquote ebenso zu hoch wie die Netzrollerquote bei Sebastian Roth, sodass auch dieses Spiel an Neusatz ging. Christian Beutel gelang gegen Thomas Schlossarek eine starke kämpferische Leistung. Mit letzter Kraft versenkte er den letzten Schmetterball und siegte knapp in zwei Sätzen (21:19, 21:19). Béla Arndt zeigte im dritten Einzel eine ausgeklügelte und souveräne Leistung und holte so den zweiten Dossenheimer Punkt zum 2:6.

Ingesamt hatte die „Erste“ das Gefühl: Da wäre mehr drin gewesen! Vor allem im zweiten Herrendoppel und Dameinzel war ein Punktgewinn möglich. Es besteht weiter die Hoffnung, in den nächsten Spielen einen Punkt zu ergattern. Auch wenn klar ist: Durch den Ausfall von Melina Wild wird das eine noch größere Herausforderung – und sind die Dossneheimer Herren noch mehr gefragt. Schon jetzt scheint klar: Die „Erste“ steht vor einer sehr schwierigen Hinrunde.

Keine Relegation, aber ein Neuzugang

Schlägt kommende Saison für die TSG Dossenheim auf: Melina Wild. Foto: Bernd Bauer.
Schlägt kommende Saison für die TSG Dossenheim auf: Melina Wild. Foto: Bernd Bauer.

01.03.2016

Sie haben sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, aber jetzt steht sie: Die Aufstiegsrelegation in die zweite Badminton-Bundesliga findet ohne die TSG Dossenheim statt. Als Dritter der Regionalliga Südost Süd hatten sich die Badminton-Cracks für das Viertelfinale qualifiziert. Am ersten Spieltermin am kommenden Samstag sind nun aber gleich drei Stammspieler beruflich unabkömmlich. „Zudem spielt unsere zweite Mannschaft am gleichen Tag um den Aufstieg, sodass wir auch für keinen adäquaten Ersatz sorgen können“, erklärt Nils Feldmeyer den Verzicht. Und der Mannschaftskapitän hat noch eine schlechte Nachricht zu verkraften.

Berufliche Gründe sind es auch, weshalb sich Stefanie Arns aus dem Stammteam zurückzieht. Jene Arns, die seit 2009 nicht nur Leistungsträgerin des Dossenheimer Teams war, sondern stets zu den besten Damen der Regionalliga gehörte. „Das ist ein ganz schwerer Verlust“, sagt Feldmeyer. „Auch wenn Steffi uns weiterhin als Ersatzspielerin zur Verfügung steht, hinterlässt sie eine Riesen-Lücke.“

In diese Lücke soll in den nächsten Jahren Stück für Stück Melina Wild hineinwachsen. Die erst 18-Jährige wechselt zur kommenden Saison nach Dossenheim. Wild gehört zu den führenden Jugendspielerinnen Baden-Württembergs in ihrer Altersklasse. In der laufenden Saison hat sie in der Oberliga für die KSG Gerlingen sieben ihrer neun Einzel gewonnen. „So eine Bilanz erwarten wir natürlich nicht gleich auch bei uns in der Regionalliga“, sagt Feldmeyer und lacht dabei. Wieder mit ernstem Gesichtsausdruck fügt er hinzu: „Melina ist noch sehr jung, hat viel Potenzial und ihre Stärken im Einzel. Von daher passt sie perfekt zu uns.“
 

Punktlandung: „Erste“ erreicht ihr Ziel und schließt Saison auf Platz drei ab

Holten zum Saisonabschluss nochmal zwei Siege im Mixed: Karin Kieffer und Alexander Zimmermann.

20./21.02.2016

TSV Neubiberg-Ottobrunn II –       TSG Dossenheim    4 : 4

TSV Neuhausen-Nymphenburg II –  TSG Dossenheim 5 : 3.

Das nennt man wohl eine Punktlandung. Einen Zähler hatte die „Erste“ aus den beiden abschließenden Partien in der Badminton-Regionalliga benötigt, um den dritten Platz zu verteidigen. Und genau einen Zähler fuhren die Dossenheimer aus den Partien in Neubiberg-Ottobrunn (4:4) und Neuhausen-Nymphenburg (3:5) ein. „Das war sicher nicht unsere bestes Wochenende der Saison, aber wir haben unser Ziel erreicht“, sagte Kapitän Nils Feldmeyer. Die TSG schloss das dritte Jahr in Folge die Spielrunde unter den Top drei ab.

In Neubiberg war wieder einmal auf die starken Damen Stefanie Arns und Karin Kieffer Verlass, die alle ihre drei Spiele gewannen. Für den vierten Punkt sorgte das zweite Herrendoppel mit Konrad Schade und Frederik Weil. Am Sonntag in Neuhausen-Nymphenburg fehlte der „Ersten“ dann die letzte Entschlossenheit. Nach frühem Rückstand – alle Doppel gingen verloren und auch Konrad Schade und Stefanie Arns blieben in ihren Einzeln ausnahmsweise chancenlos – ließen die Siege von Frederik Weil und Christian Beutel im Herreneinzel sowie Alexander Zimmermann mit Karin Kieffer im Mixed die Niederlage mit 3:5 knapp ausfallen.

Ender der Woche fällt die Entscheidung, ob die Badminton-Cracks an der Relegation zur zweiten Liga teilnehmen werden. Ebenso deuten sich personelle Veränderungen im Kader an. Es bleibt also auch nach Saisonende spannend bei der TSG Dossenheim.